Ein Artikel aus „Zürich 2“ vom 07.03.2013

Ein stilvoller Flohmarkt warb am Sonntag für die Rettung der Voliere. Weitere folgen jeweils sonntags den ganzen März über. Noch ist der Weiterbestand dieses „Vogel-Spitals“ aber nicht gesichert.

Dass die Voliere in Zürich vor dem Ruin steht, hat „Zürich 2“ in mehreren Artikeln bereits ausgiebig erläutert. Wir hatten Sie über das finanzielle Desaster und die dafür verantwortlichen politischen Drahtzieher informiert. Zürich hat für alle Belangen, zum Beispiel für Events und Freizeitparks, ein offenes Ohr und ein offenes Portemonnaie. Geht es aber um etwas so Unspektakuläres wie eine Voliere, stösst man auf taube Ohren. Vor einem Jahr wurde im Gemeinderat ein Postulat zur Rettung der Voliere eingereicht, Es wurde jedoch nicht für dringlich erklärt.
Elisabeth Kehl, Leiterin der Voliere und der angegliederten Vogelpflegestation „HelpBird“, versucht nun auf einem anderen Weg, zu dem notwendigen Geld zu kommen. Sie hat sich an Andrea Schaller gewendet.

Gut gestartet: Am ersten Flohmarkt-Sonntag sind dank dem „Voliere-Märt“ und dem Café 2910.50 Franken für die Voliere zusammengekommen.
Spendenkonto: Voliere-Gesellschaft Zürich, PC-Konto 80-3317.

Frau Schaller ist die Gründerin der Umweltorganisation Environmental Society und eine Marketingfrau mit grossem internationalen Beziehungsnetz. Sie kennt sich darin aus, wie man Geld beschafft, und kennt auch die Leute, die welches haben.

Wenn die Chefin Kuchen bäckt

Am Sonntag, 3.März, fand nun der erste von ihr organisierte Flohmarkt im Besucherraum der Voliere statt, weitere folgen bis Ende März, jeweils sonntags von 12 bis 17 Uhr. Frau Schaller ist begeistert von dem atmosphärischen Raum mit dem Blick auf die Käfige, und sie findet, man könne noch viele Events planen. Im April präsentiert Designerin Henrieta Duffner ihre neue Kollektion. Sie bietet an diesem ersten Flohmarkt ihre etwas ältere Kollektion zu Preisen ab 5 Franken an. Als Verkäuferinnen setzten sich freiwillig die attraktiven Freundinnen von Andrea Schaller ein. Auch Elisabeth Kehl verkauft fleissig selber gebackenen Kuchen sowie Kaffee.

Man lässt sich nicht unterkriegen

Wie sie sehen, lässt sich das Team nicht unterkriegen. Die Vogelpflegestation soll erhalten bleiben. Wenn nicht, wird das Vogel-Hotel weiter geführt. „Das bringt wenigstens Geld ein“, meint Frau Kehl pragmatisch.
Ich hoffe sehr, dass dieser erste Flohmarkt etwas für die Erhaltung der Voliere beigetragen hat. Der Erlös kommt der „HelpBird“-Station zugute. Falls Sie an den noch folgenden Flohmärkten nicht vorbeigehen können oder wollen, dann spenden Sie doch einfach. (siehe Kasten)

Text: Jeannette Gerber

 

 

By |2016-01-04T19:32:44+00:00März 7th, 2013|Zürich 2|0 Comments

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