Ein Artikel aus der Zeitschrift «ProTier» Nr. 2/17
Text: Anita Estermann, Co-Präsidentin Voliere-Gesellschaft Zürich
Bilder: Elisabeth Schlumpf, Geschäftsführerin Voliere-Gesellschaft Zürich

Anfang Mai fand die 117. Generalversammlung der Voliere Gesellschaft Zürich statt. Die Besucherhalle war bis auf den letzten Platz besetzt von interessierten Voliere-Mitgliedern. Die Präsidentin, Sylvia Steiger (neu Co-Präsidentin zusammen mit Anita Estermann), begrüsste die Mitglieder und die neuen Vorstandsmitglieder, die an der GV einstimmig gewählt wurden.
Weiter berichtete Sylvia Steiger vom vergangenen Voliere-Jahr und zog eine positive Bilanz für das laufende Jahr. Die neuen Vorstandsmitglieder werden die Geschäftsführerin Elisabeth Schlumpf und ihre Mitarbeiter/-innen und freiwilligen Helfer/-innen im Hintergrund unterstützen, damit diese sich voll und ganz auf die Kernaufgabe, nämlich die Pflege der Vögel, die Führungen in der Besucherhalle, das Koordinieren und Organisieren des Tagesablaufs und vieles mehr, konzentrieren können.
Vor allem jetzt zur Sommerzeit läuft die Voliere Zürich auf Hochtouren. Von Passanten werden verletzte Vögel vorbeigebracht, aber auch Jungvögel, die den Anschein machen, dass sie von den Eltern verlassen wurden. Für Laien ist es nicht immer leicht, zu erkennen, ob ein junger Vogel verwaist ist und Hilfe braucht oder ob die Eltern sich aus der Distanz um ihn kümmern.
Die meisten Jungvögel, die man jetzt am Wegrand oder im Garten findet, sind weder verwaist, noch befinden sie sich in einer Notlage. Am besten ist es, wenn man sie in ein nahes Gebüsch setzt, wo sie vor Wind und Wetter und auch vor Katzen geschützt sind. Jungvögel kann man problemlos anfassen, die Vogeleltern werden sie deswegen nicht verstossen.

Wann braucht ein Jungvogel Hilfe?
Woran erkennt man denn nun, ob das Junge Hilfe braucht? Ein «Ästling» ist voll befiedert, mit etwas Abstand beobachten, ob die Vogeleltern da sind. Sogenannte Nestlinge sind hingegen nackt. Wenn sie Hilfe benötigen: Setzen Sie den Jungvogel in einen ausgepolsterten Karton und vergessen Sie nicht, vor dem Einsetzen des Vogels ein paar Löcher in den Karton zu machen, um für Luftzufuhr zu sorgen. Geben Sie dem Vogel mit der Fingerspitze einen Tropfen Wasser in den Schnabel. Und dann rasch zur nächsten Vogelpflegestation. Die Patienten benötigen schnell Hilfe, sonst verhungern sie.

Ist man unsicher, erhält man telefonisch (044 201 05 36) Auskunft. Die Voliere-Notfallstation ist folgendermassen geöffnet: 10.00 – 12.00 und 14.00 – 16.00 Uhr. 
Mehr aktuelle Geschichten über die gefiederten Schützlinge der Voliere Zürich finden Sie auch auf Facebook: www.facebook.com/VoliereZuerich

 

By |2017-08-26T15:07:28+00:00August 26th, 2017|Allgemein, Fachzeitschriften, ProTier|0 Comments

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