Ein Artikel aus der 20 Minuten vom 03.08.2014

Die Raver zeigten viel Herz für die Kronentoko-Küken, die am Tag der Street Parade schlüpfen sollten. Ob die Kleinen schon da sind, bleibt aber unklar.

«Stripi» und seine Geschwister könnten da sein. Noch ist Elisabeth Kehl, Präsidentin der Stadtzürcher Voliere am Mythenquai, nicht sicher, ob die erwarteten jungen Kronentokos geschlüpft sind. Aber: «Ich vermute, ich hätte etwas gehört», sagte sie am Sonntag.

Weil bei den Kronentokos das Weibchen für die Brut und die ersten Wochen der Aufzucht eingemauert ist und vom Männchen bloss durch eine schmale Spalte ernährt wird, konnte Kehl keinen Blick ins Nest werfen. Sie musste sich damit begnügen, auf allfällige Piepstöne oder andere verräterische Geräusche zu horchen. Sicher sein könne man erst in ein paar Tagen.

Lautsprecher waren aus, als die Lovemobiles an der Voliere vorbeifuhren

Eines der Kleinen wird «Stripi» genannt – zu Ehren der Street Parade, die gerade am erwarteten Schlupftermin stattfand. Aber vor allem zu Ehren der rücksichtsvollen Raver, die auf Bitten der Voliere hin tatsächlich die Lautsprecher auf den Lovemobiles ausschalteten, als sie die Voliere passierten.

Kehl ist von diesem Verhalten beeindruckt und berührt. «Es war irrsinnig», sagte sie, «sie haben sogar Happy Birthday gesungen.» Diese Rücksichtnahme habe verhindert, dass das eingemauerte Weibchen Panik bekam. Erfreut ist auch Stefan Epli, Mediensprecher der Street Parade. «Es gab an diesem Tag sehr viel zu organisieren, aber wir haben beim Briefing extra nochmals auf diesen Punkt hingewiesen.» Dass sich dann wirklich alle daran gehalten hätten und zum Wohl der Vögel die Lautsprecher ausschalteten, sei schon erstaunlich. «Das ist der Hammer», so Epli.

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By |2016-01-04T19:39:43+00:00August 3rd, 2014|20 Minuten|0 Comments

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